Immobiliengeschäfte von Eheleuten im schwedischem Recht

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Der Erwerb von Grundstücken durch Ehepartner in Schweden ist entweder so möglich, dass beide Partner Miteigentümer werden oder dass nur einer von ihnen Alleineigentum an der Immobilie erwirbt. Unabhängig von der Ausgestaltung ist aber in den meisten Fällen eine Veräußerung einer Immobilie von der schriftlichen Zustimmung des Ehepartners abhängig.

Sofern Miteigentum begründet wurde, ist eine Veräußerung stets nur mit Zustimmung aller Miteigentümer möglich. Nach schwedischem Recht kann Miteigentum auch dann bestehen, wenn  nur ein Ehepartner als Eigentümer im Grundstücksregister eingetragen ist. Bestand zum Zeitpunkt des Eigentumserwerbs eine stillschweigende Vereinbarung zwischen den Eheleuten, dass sie beide Eigentümer des Grundstücks sein sollen, kann „verstecktes Miteigentum“ vorliegen. Dies  wird oft angenommen, wenn das Grundstück zur gemeinsamen Nutzung erworben wurde und sich der nicht als Eigentümer eingetragene Ehepartner an der Finanzierung beteiligt hat.
Eine schriftliche Einwilligung eines nicht als Eigentümer eingetragenen Partners ist außerdem immer dann notwendig, wenn das Grundstück bei einer Auflösung der Ehe der Vermögensaufteilung unterliegen würde. Dies ist der Fall, wenn nicht ausdrücklich durch einen Ehevertrag vereinbart worden ist, dass das Grundstück im Sondereigentum des eingetragenen Partners steht. Wird das Grundstück durch beide Partner gemeinschaftlich bewohnt, kann es selbst bei Vereinbarung von Sondereigentum nur mit Einwilligung veräußert werden.

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