Welche Rechte verleiht eine „option“?

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Als „option“ bezeichnet man ein verbindliches Angebot, mit dem sich der Verkäufer für eine festgelegte Frist dazu verpflichtet, dem Käufer eine Immobilie zu bestimmten Bedingungen zu verkaufen. Der Käufer erhält dadurch das Recht, durch Ausübung des Optionsrechts die Immobilie zu erwerben, er ist aber nicht dazu verpflichtet. Es handelt sich also um einen einseitigen Vertrag.

Wie alle Verträge im US-amerikanischen Recht ist die option von der Vereinbarung einer Gegenleistung (consideration) abhängig, um rechtlich durchsetzbar zu sein.

Innerhalb der gesetzten Frist ist der Verkäufer an das Angebot gebunden und darf die Immobilie nicht anderweitig veräußern. Ist die Frist ohne Ausübung des Optionsrechts verstrichen, erlischt das Angebot. Macht der Käufer dagegen von seinem Optionsrecht Gebrauch, kommt ein Kaufvertrag zu den vorher festgelegten Bedingungen zustande.

Beide Parteien müssen daher genau auf eine sorgfältige Formulierung der option achten. Alle wesentlichen Bestandteile des späteren Kaufvertrags müssen in ihr bereits enthalten sein. Wenn dies nicht der Fall ist und z.B. wichtige Vertragsbestandteile erst der späteren Vereinbarung überlassen werden, ist die option unter Umständen nicht durchsetzbar, d.h. der Verkäufer nicht an das Angebot gebunden.

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