Die Hypothek im englischen Recht

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Ein Darlehen kann durch die Begründung einer Hypothek an einem Grundstück abgesichert werden.

Begründung
Man unterscheidet zwischen der gesetzlichen Hypothek (legal mortgage) und der equitable mortgage. Der Unterschied beruht im Wesentlichen auf den jeweiligen Formvorschriften, die für die Begründung eingehalten werden müssen. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich lediglich auf die legal mortgage, da die equitable mortgages kaum noch praktisch bedeutsam sind.
Die Einräumung der Hypothek durch den Grundstücksinhaber erfolgt in der Form eines „deeds“. Wird ein registriertes Grundstück belastet, ist dies im Grundstücksregister einzutragen. Zwar handelt es sich dabei nicht um eine Wirksamkeitsvoraussetzung, eine nicht eingetragene Hypothek kann allerdings nicht gegenüber Dritten (z.B. bei einer Weiterveräußerung des Grundstücks) durchgesetzt werden. Bei unregistrierten Grundstücken tritt an die Stelle des Grundstücksregisters das Grundstücksbelastungsregister. Meist lässt sich in diesem Fall der Hypothekengläubiger aber die title deeds, d.h. die Urkunden, die die Rechtsinhaberschaft des Schuldners beweisen, übergeben. Ohne diese sind Verfügungen durch den Schuldner über das Grundstück weitgehend ausgeschlossen.

Rechtsstellung
Wird der Kredit nicht zurückgezahlt, ist der Hypothekengläubiger zum Verkauf des Grundstücks berechtigt. Werden durch den „deed“ keine abweichenden Vereinbarungen getroffen, findet der Law of Property Act 1925 sec. 103 Anwendung. Unter anderem ist danach grundsätzlich erforderlich, dass einer Mahnung zur Rückzahlung des Darlehens innerhalb von drei Monaten nicht nachgekommen wurde. Grundsätzlich ist der Hypothekengläubiger auch dazu berechtigt, das Grundstück in Besitz zu nehmen, solange aber der Kredit ordnungsgemäß beglichen wird, ist dieses Recht gewöhnlich ausgeschlossen.

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